Pakistans Tor in eine andere Welt
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Dieses Tor der Derawar-Festung ist noch nicht von Graffitis übersäht. Die Innenräume der ehemaligen Herrscher wurden hingegen schon durch die ein oder andere Sprühdose gekennzeichnet. -
Erbaut vom Hindu Radschput Rai Jajja Bhati, ist die Derawar-Festung in der Cholistan-Wüste heute nur wenige Stunden von der „Stadt der Paläste“, Bahawalpur im Südpunjab Pakistans, entfernt. Sie ist nur eine der vielen Festungen und archäologischen Stätten Cholistans, die - trotz ihres historischen Wertes - fast unberührt zwischen Steppe und Sanddünen in der Punjab-Region liegen. -
Die „Abbasi-Moschee“ ist Zeugnis der wechselnden Herrscher Bahawalpurs und ihrer Religionen. Die Derawar-Festung, 1733 von dem Nawab Bahawalpurs, Sadeq Mohammad Khan I., erorbert, liegt mit Blick auf die Moschee in direkter Nähe. -
Das Kulturerbe ist ein beliebter Ausflugsort. Schulklassen und Familien kommen am Nachmittag hierher, um Fangen und Verstecken zu spielen, und sich von den mächtigen Festungsmauern beeindrucken zu lassen. -
„Im Rosenbeet glüht das Mysterium. Das Geheimnis liegt verborgen in der Rose“ (Farid ad-Din Attar). Zur Verehrung der Heiligen kaufen Sufi-Anbeter eine Handvoll Rosenblütenblätter von diesem Mann. -
Auch als Baustelle verliert diese Heiligenstätte in Uch Sharif kaum an Schönheit. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe wird zurzeit rekonstruiert. Wasserfluten hatten große Teile der Baustrukturen im Jahr 1817 abgetragen. -
Die Blüten- und Blumen-Ornamente lassen kaum Vergänglichkeit erahnen. Tatsächlich aber handelt es sich hier um das Grabmal des vierten Mogulherrschers Nuruddin Shah Jahangir Padshah Ghazi aus dem 17. Jahrhundert. Sein Sohn Shah Jahan, Erbauer des Taj Mahals, und seine Witwe Nur Jahan, ließen es für ihn errichten. -
Ganz anders sehen dagegen die Grabmäler in der Nähe einer Dorfgemeinschaft in Bahawalpur aus. Nur wenige sind mit Grabsteinen und Namen versehen, geschweige denn mit Verzierungen oder Ornamenten. Stattdessen sind es oft sorgsam und maßvoll geformte Lehmhügel, die die Stätten der Verstorbenen bedecken. -
Hier wird der Zucker handgemacht! Der hellgelbe dünne Saft des Zuckerrohrs wird gerade unter hohen Temperaturen erhitzt und verdickt. -
Während der Zuckerrohrsaft noch vor sich hin köchelt, setzen sich diese Pächter zum Essen auf den Boden. Auf Gemeinschaft wird hier selbstverständlich Wert gelegt – arbeiten ohne Freunde oder Verwandte ist unüblich. -
Das Endprodukt – wohlgeformter, gelber Zucker – ist hier für den Eigenbedarf von Familien und Freunden der Dorfgemeinschaft bestimmt. Für die Großproduktion und den Verkauf von Zucker sind meist die Zuckerfabriken in den umliegenden Regionen Punjab und Sindh zuständig. -
Diese Frauen kommen fast täglich zum Baumwollpflücken zu den nahegelegenen Feldern ihres Dorfes. Ihre Männer arbeiten auf dem Acker oder betreiben einen kleinen Verkaufsladen auf dem Marktplatz. Es ist Anfang Februar, am Ende der Saison. Die Baumwollsträucher geben nur noch wenig her und fünf Kilogramm sind 1/3 dessen wert, was die Frauen noch vor einigen Monaten, zu Beginn der Saison, verdienten. Umso besser: für einen Plausch am Straßenrand ist jetzt noch mehr Zeit. -
Sträucher, Äste, Holz. Für einen Großteil der pakistanischen Bevölkerung wird landesweit aufgrund von Energiemangel alle zwei Stunden der Strom ausgestellt. Vor allem im Winter ist Brennholz überlebenswichtig – zum Kochen, zum Heizen und manchmal sogar als Quelle für Licht. Dass viele Transporter überladen sind, gehört hier zum üblichen Balanceakt. Und wenn einmal etwas schief geht, gibt es viele helfende Hände, die das Fahrzeug wieder aufzurichten wissen. -
So wie hier zum Beispiel: Auf dem Weg in den Norden, in der Region Gilgit-Baltistan, steckt ein Transporter zwischen Geröll und Gestein an einem Berghang fest. Einen Tag zuvor hatte es stark geregnet, so dass der bröckelige Wegesrand einfach nicht mehr stand hielt. Auch wenn die Ware verloren ging, so konnte der Transporter letztendlich doch noch auf seine vier Räder gestellt werden – auch wenn es davon keine Fotos gibt. -
Die waagerechte, bräunliche Linie am Berghang entlang – das ist die alte Seidenstraße. Bis in die siebzieger Jahre wurde sie regelmäßig genutzt. Heute ist es der „Karakorum Highway“, eine von der chinesischen Regierung ausgebesserte Schnellstraße, die die Waren von Kaschgar, China bis in Pakistans Hauptstadt Islamabad transportieren soll. Die alte Seidenstraße ist inzwischen schon stückweise von Geröll bedeckt. Dennoch, ein paar lokale Schäfer nutzen sie nach wie vor. -
Der „Karakorum Highway“ verläuft durch die höchsten Gebirge der Welt: Der Hindukusch, die Himalayas und die Karakorum-Gebirgszüge treffen sich an dem Punkt, wo der Indus sich durch das Gestein windet. Jahr für Jahr wird hier in der Nähe der 8.125 Meter hohe Nanga Parbat von Bergsteigern bestiegen. Hier im Bild: eine Aussicht auf die Schnellstraße. -
Im Shigar-Tal, Ausgangspunkt zum Basis-Camp des zweitgrößten Berges der Welt, dem „K2“, werden die Felder mit einem von Yaks gezogenen Holzpflug bearbeitet. Im Frühjahr ist der Anblick der umliegenden Dörfer besonders idyllisch: die Aprikosenbäume stehen dann in voller Blüte. -
Hier in Skardu wird gerne Polo gespielt. Am Freitagnachmittag, bei gutem Wetter, treffen sich die Spieler auf einem Polofeld in der Stadt. Bei Regen wird das nur 20 Minuten dauernde Spiel allerdings abgebrochen. -
In einer Höhe von 2.500 Metern findet man, hinter einem Dorf gelegen, den „Upper Kachura Lake“. Er liegt über dem als „Shangrila“ bekannten Resort aus den Achtzigern – das älteste Ressort Pakistans. Auch wenn die Zahl der europäischen Besucher in den letzten zwei Jahrzehnten zu wünschen übrig ließ, kann man die Gegend hier nach wie vor fast als paradiesisch bezeichnen. -
Das Shigar-Tal – nur am Rande des Flussbettes kann es bepflanzt und bearbeitet werden, denn es unterliegt ganz den klimatischen Bedingungen der Gletscher und Berge, die es umgibt. Da die Berge in dieser Gegend noch wachsen, steht dieser Region bestimmt noch einige Veränderung bevor.
https://qantara.de.//node/34484
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