Syriens Alltag im Bürgerkrieg
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Schwerstarbeit: Zwei Jungen in Homs holen Wasser für ihre Familien. Sie müssen es in schweren Kanistern nach Hause schieben, denn die Wasserleitungen funktionieren nicht mehr. Die ehemals drittgrößte Stadt Syriens wurde zu großen Teilen zerstört, weil sich Regierungstruppen und Regimegegner in den vergangenen Jahren hier schwere Gefechte lieferten. -
Wassermangel: Wasser sprudelt aus einer beschädigten Leitung, fließt auf die Straße. Für diesen Jungen ist es so verlockend, dass er aus der entstandenen Pfütze trinkt. Gerade an heißen Tagen, wie hier in Aleppo, leidet die Bevölkerung unter dem weit verbreiteten Wassermangel. -
Notversorgung: Eine syrische Frau und ihr Sohn versuchen, einen Karton mit Lebensmitteln in Sicherheit zu bringen. In der umkämpften Stadt Aleppo fehlt es an fast allem - aber nicht nur dort. Überall im Land leiden die Menschen unter dem weit verbreiteten Mangel an Strom, Wasser, Essen und Medikamenten. -
Kriegskulisse: Sandsäcke, Schutzwälle, verbrannte Autos - die Spuren des Krieges sind in Aleppo nicht zu übersehen. Die syrische Armee versucht dort seit Monaten, die von Rebellen gehaltenen Teile der Stadt von der Außenwelt abzuschneiden. Zuletzt konnten jedoch Regimegegner Geländegewinne erzielen. -
Kampfgebiet: Der Ort Duma nördöstlich von Damaskus gehört zu den am meisten umkämpften Gebieten im syrischen Bürgerkrieg. Seit Ausbruch des Konflikts vor vier Jahren sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 190.000 Menschen ums Leben gekommen. Fast zehn Millionen Syrer sind demnach auf der Flucht. Das ist etwa die Hälfte der Bevölkerung. -
Lebensgefahr: Kaum einer kann sich in Syrien noch sicher fühlen. Nach einem Luftangriff der Regierungstruppen versucht sich diese Mutter in Aleppo mit ihrem Kind in Sicherheit zu bringen. In der nordsyrischen Metropole geraten Zivilisten immer wieder zwischen die Fronten der Kriegsparteien. -
Sackgasse: Anhänger der islamistischen Al-Nusra-Front protestieren gegen das Regime von Baschar al-Assad. Sie gilt als Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Viele Syrer fühlen sich von beiden Seiten bedroht: von den Regierungstruppen und den extremistischen Gruppen, die sich teilweise auch gegenseitig bekämpfen. Ein Ende des Bürgerkriegs ist nicht in Sicht. -
Selbstverteidigung gegen eine weitere Gefahr: Die Attacken der Terrormiliz "Islamischer Staat", die ethnische und religiöse Minderheiten verfolgt. Um sich zu verteidigen, greifen diese Christen inzwischen selbst zu den Waffen. Im Februar hatte der IS im Nordosten Syriens mehrere Dörfer überrannt und mehr als 200 assyrische Christen verschleppt. -
Flüchtlingsstrom: Kurdische Flüchtlinge aus der syrischen Grenzstadt Kobane haben sich in die Türkei gerettet. Seit Monaten versucht der IS, den Ort unter seine Kontrolle zu bringen. Die meisten Einwohner sind vor den heftigen Kämpfen geflohen. -
Leidensdruck: In den Flüchtlingslagern an der syrisch-türkischen Grenze sind die Menschen dem Winterwetter ausgesetzt. Durchnässte Decken und Matratzen, löchrige Zelte, eiskalte Erde - selbst die Kinder sind davor kaum geschützt. Und nichts deutet darauf hin, dass sich ihre Lage in naher Zukunft bessert.
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